eWays@eWays.pro

Wie wird ein Elektroauto aufgeladen?

by eWays Professional

Wie wird ein Elektroauto aufgeladen?

Aufladen des Fahrakkumulators eines Elektroautos

Welche Möglichkeiten gibt es, die Batterie im E-Auto aufzuladen und wie schnell geht das?

Um ein E-Auto zu laden gibt es verschiedene Möglichkeiten.
Die einfachste und kostengünstigste ist die bekannte Haushaltssteckdose, die Schuko-Steckdose. Hier braucht man lediglich eine Lade- und Sicherheits-Überwachungseinheit, kurz ICCB genannt.

Diese Einheit ist oft im Lieferumfang des Wagen enthalten.
Kaufpreis um 500 €.
Am Besten ein original Mennekes.
Stecker in die Schuko-Steckdose, anderes Ende ins Auto. Der Stecker bzw. die Dose am Auto heißt „Typ2“ und ist bei allen Autos verbaut (außer bei einigen wenigen älteren japanischen Fahrzeugen, wie bspw. dem Nissan Leaf der ersten Generation). Dieser Stecker ist eine Entwicklung der Firma Mennekes und als Standard in Europa definiert. Somit muss man sich keine Gedanken machen, dass man irgendwo nicht laden kann.
Die Ladeleistung der Schukodose ist allerdings recht gering, da sie nicht mehr Strom liefern darf. Macht also nur Sinn, wenn viel Zeit zur Verfügung steht – über Nacht oder tagsüber beim Arbeitgeber. Mit max. 2,3 kW dauert es viele, viele Stunden. Natürlich von der Akkukapazität abhängig.
Ein 50 kWh Akku braucht von ganz leer bis ganz voll über 20 Stunden.

Auch oft im Lieferumfang enthalten ist das Typ2-Kabel. Hier ist an beiden Enden ein Typ2 Stecker verbaut.
Kaufpreis zwischen 150-400 € – je nach Aufbau.
Hier ist Vorsicht geboten, da es verschiedene Versionen gibt, die mehr oder weniger Strom aushalten. Einphasige sind dünn (Mode2) und können nur bis zu 7,2 kW übertragen. Dicke Kabel (Mode3) sind 3-phasig, können also Starkstrom bzw. Drehstrom bis 22 kW übertragen.
Diese gibt´s als 2,5m langes Typ2-Kabel, wobei die Erfahrung zeigt, dass das oft zu kurz ist. Ich empfehle demnach ein 5m langes Typ2-Kabel.
Wer´s noch länger braucht, hier mit dem 7,5m langen Typ2-Kabel Preis-Leistungs-mäßig am Besten bedient.

Damit kann an allen öffentlichen Ladestationen geladen werden. Meistens mit einer Leistung von bis zu 22 kW.
Dann ist der Akku natürlich viel schneller voll. Je nach Akkugröße zwischen 1 und 5 Stunden.
Der besagte 50 kWh Akku ist somit in knapp über 2 Stunden voll. Aber auch nur dann, wenn er ganz leer wäre – ist er aber nie!

Wer will, kann sich zuhause eine Wallbox installieren lassen. Dann kann auch hier schneller mit höherer Leistung geladen werden. Allerdings muss hier einiges beachtet werden (Leitungs-/Personenschutz, FI-Schutzschalter, etc.), also nur vom Elektriker montieren lassen.

Je nach Ausstattung der Wallbox und dem Installationsaufwand ist mit Kosten zwischen 1000 und 4000 € zu rechnen.
Meine Empfehlung ist hier Amtron Wallbox von Mennekes. Diese habe ich auch an meinem Stellplatz installiert. Verfügbar in vielen Ausstattungs- und Leistungsvarianten – je nach Anforderung.

 


Günstiger und trotzdem schnell geht’s mit einer CEE Dose. Kennt man von Industrie, Werkstätten oder Camping. CEE rot bis 32A, CEE blau bis 16A.
Respektive 22 kW bzw. 11 kW dreiphasig.
Eine CEE Dose kostet 20 € plus möglichst dicke Kabel zum Stromzähler je nach Länge zwischen 100 und 200 €.
Dann noch eine mobile Ladestation von z. B. NRGkick für um die 1000 € plus evtl. einem Adapterkabelset:

oder von go-e für 700 € und man ist auch unterwegs recht flexibel mit diesem Adapterset

Am schnellsten geht’s allerdings mit CCS. Diese Erweiterung des Typ2 Steckers verfügt über zwei zusätzliche Powerkontakte, über die – jetzt mit Gleichstrom – direkt in den Akku geladen wird. Macht auf der Langstrecke Sinn, um nicht zu viel Zeit beim Nachladen zu verlieren. Deshalb stehen diese Schnelllader häufig an Autobahnen. Die neusten HPC Lader (High Performance Charging) können Ladeleistungen bis zu 350 kW liefern. Fahrzeuge, die diese hohe Leistung auch abfordern, gibt’s momentan noch nicht am Markt. Aber bald. Dann kann innerhalb von wenigen Minuten mehrere hundert Kilometer nachgeladen werden.
Um es mit dem 50 kWh Akku zu verdeutlichen: dieser wäre an einer 50 kW Ladestation in einer Stunde voll, an einer 100 kW Station in 30 Minuten und an einer 200 kW Station in 15 Minuten.
Wichtig zu beachten: das Fahrzeug muss die angebotene Ladeleistung der Station auch aufnehmen können, d. h. oft begrenzt das Fahrzeug die Ladeleistung und lädt dadurch langsamer.


Generell sind an allen CCS Stationen die Ladekabel an der Station fest montiert. Diese Kabel sind sehr dick und schwer bzw. teilweise aufgrund des hohen Stromflusses sogar wassergekühlt.
Ein CCS Stecker sieht so aus:

Fazit

Alles in allem nicht wirklich kompliziert. Und man kann nichts falsch machen. Alles ist mehrfach abgesichert. Zusätzlich wird das Kabel an beiden Enden verriegelt, sodass es nicht entwendet werden kann.
Zudem sprechen sich Auto und Station vor jedem Ladevorgang miteinander ab und tauschen Daten aus.
Der Ladestand und die Zeit bis zur Vollladung werden im Auto und teilweise an der Ladestation angezeigt.
Ist der Akku voll, wird der Strom abgeschaltet und die Verbindung getrennt.

 

Bildquelle: Mennekes DE, NRGkick, go-e 

0

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.